Schärdinger & Tirol Milch setzten 2020 auf weniger Zucker bei gleichem Geschmack

„Runter mit dem Zucker“ lautet die Devise bei Schärdinger und Tirol Milch - 2020 wurden 200 Tonnen weniger Zucker eingesetzt als noch im Vorjahr.

© Berglandilch eGen

Voller Geschmack trotz weniger Zucker
Wie geht das? Schon vor einigen Jahren hat man bei Schärdinger und Tirol Milch begonnen die Zuckergehälter aller Produkte sukzessive zu senken. Dabei geht man Schritt für Schritt vor, um sich gemeinsam an den Geschmack von weniger Süße zu gewöhnen. Wichtig ist dabei wirklich Zucker einzusparen und Zucker nicht durch Aromen oder Süßstoffe zu ersetzen. Im Vordergrund steht der natürliche Geschmack des Milchproduktes.

Eine Strategie, die Wirkung zeigt
Über 200 Tonnen Zucker konnten so im vergangenen Jahr eingespart werden. Das sind noch einmal 100 Tonnen mehr, als man schon 2019 eingespart hatte. Geschäftsführer Josef Braunshofer zeigt sich begeistert von diesen Zahlen: „Milch ist ein gesundes Lebensmittel. Schon in der Urproduktion auf den Höfen unserer Bäuerinnen und Bauern legen wir Wert auf Natürlichkeit – das setzt sich in der Veredelung in der Molkerei fort.“

Der Laktosegehalt muss berücksichtigt werden
In der Betrachtung des Zuckergehaltes von Milchprodukten muss auch immer der natürlich enthaltene Milchzucker berücksichtigt werden. Entspricht dieser zwar nur etwa 39% der Süße von herkömmlichem Haushaltszucker, so muss die Laktose aber auch im Zuckergehalt in der Nährwerttabelle ausgelobt werden. Der Laktosegehalt beträgt üblicherweise circa 4,5% des Gesamtzuckergehaltes. Das ist auch der Grund dafür, warum die Zuckergehälter von Milchprodukten oft hoch wirken, auch wenn de facto kaum raffinierter Industriezucker zugesetzt wird.

(Quelle: OTS)

Zucker ist momentan ein großes (Streit-)Thema in der Lebensmittelindustrie. Bereits im September berichteten wir über Limonaden, die angeblich "zu wenig Zucker" enthielten.