• 05. - 09. November 2022
  • Messezentrum Salzburg

30.03.2022
Ein Text von Jana Neugebauer

Tipps für die perfekte Beleuchtung in der Gastronomie

Das Auge isst bekanntlich mit. Wir verraten dir das passende Lichtkonzept für Gastraum und Küche, damit deine Gerichte perfekt zur Geltung kommen.

Im Juwel in Wien entsteht durch die die Beleuchtung ein wahres Kunstwerk.
© Illuminator Lichtgestaltung/Juwel

Die meisten Gastronomen sind sich nicht bewusst, welchen Einfluss die richtige Beleuchtung auf die Restaurantgäste und letztendlich auf den betrieblichen Erfolg hat. Dabei spielt vor allem die Tischbeleuchtung und das Licht im Gastraum, aber auch die Beleuchtung in der Küche eine wichtige Rolle. Denn das Auge isst bekanntlich mit. Und auch wenn das Gericht noch so delikat angerichtet ist, kommt es bei einer falschen Beleuchtung einfach nicht richtig zur Geltung. Hier ein paar Tipps für die optimale Beleuchtung in der Gastronomie.

Gute Lichtplanung im Gastraum ist alles

Weniger ist mehr! Konzentriere dich im Gastraum auf die Beleuchtung direkt an den Tischen, um ein "zu viel" an Umgebungslicht zu vermeiden. Beim richtigen Einsatz und der korrekten Abstimmung ist der Raum auch ohne weitere Lichtquellen perfekt ausgeleuchtet. Gerade durch ein ausgeklügeltes Spiel aus Licht und Schatten kommt der Raum zur Geltung.

In den restlichen Bereichen des Betriebes, wie den Toiletten, dem Eingangsbereich oder an der Kasse, sorgt eine helle funktionale Beleuchtung an Decke oder Wand für eine rasche Orientierung. Für einen zusätzlichen Effekt kannst du Akzentbeleuchtung und indirekte Deckenbeleuchtung nutzen, die mittels LED-Spots an Kunstobjekten, Säulen und anderen besonderen Accessoires die Aufmerksamkeit des Gastes dorthin lenkt.

Im Tian in München liegt der Fokus der Beleuchtung auf den Tischen. Der Kronleuchter ist ein Eyecatcher, der zusätzlich für eine indirekte Beleuchtung sorgt.
© Illuminator Lichtgestaltung/Tian München am Viktualienmarkt    

Im Bootshaus in Wien betont die Beleuchtung das schöne Giebeldach mit seinen offenliegenden Balken. Die individuelle Akzentbeleuchtung lenkt die Aufmerksamkeit auf Kunstobjekte.
© Illuminator Lichtgestaltung/Das Bootshaus

Tischbeleuchtung: zwischen Kerzenlicht und LED-Beleuchtung

Neben der Grundbeleuchtung gehört am Tisch echtes Kerzenlicht einfach dazu. Die Flamme, die moderate Helligkeit und die niedrige Farbtemperatur sorgen für ein romantisches und vertrauliches Flair.

Falls eine offene Flamme für deinen Betrieb nicht in Frage kommt, kannst du auch LEDs als Leuchtmittel verwenden. Es gibt Modelle, die eine echte Flamme nachahmen und sogar flackern. Bedenke jedoch, dass elektrisches Licht keine heiße Kerzenflamme ersetzen kann und bei falschem Einsatz rasch billig wirkt.

Gute und helle Beleuchtung in der Küche

Sollte dein Betrieb keine offene Küche haben, wird die Küchenbeleuchtung für deine Restaurantgäste weniger von Bedeutung sein. Denn die Küche wird ausschließlich vom Personal genutzt. "Jede Küche, die Großküche wie auch die Küche im Privathaushalt, sollte immer ausreichend hell und fast schattenfrei beleuchtet sein", betont Alexander Magyar, Lichtgestalter und Geschäftsführer bei Illuminator Lichtgestaltung die Bedeutung des richtigen Lichts in der Küche. "Das ist wichtig, um Lebensmittel, scharfe Messer, Küchengeräte und alle anderen Bereiche mühelos und unfallfrei bearbeitet und bedienen zu können." Wichtig ist gutes Licht auch im Bereich der Geschirrreinigung, um Verschmutzungen sofort zu erkennen.

Indirekte Beleuchtung im Gastgarten

Das Licht im Garten soll die Architektur bei Nacht perfekt zur Geltung bringen und gleichfalls dient diese dazu, die nutzbaren Außenbereiche zu unterstreichen. Zu viel Licht solltest du hier jedenfalls vermeiden, denn es wirkt schnell grell und unruhig. Setze für die Beleuchtung im Garten lieber auf dezente LED-Außenleuchten, die Wege, Treppen, große Wandflächen und die schöne Beetbepflanzung perfekt in Szene setzen.

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