• 6. - 10. November 2021
  • Messezentrum Salzburg

27.09.2021
Ein Text von Jana Neugebauer

Innovativer geht's nicht: Start-up Area auf der "Alles für den Gast"

Die Gastmesse schlägt 2021 eine Brücke zwischen Start-up Gründern und der etablierten Wirtschaft. Auf 350 Quadratmetern präsentieren rund 30 Jungunternehmen ihre wegweisenden Produkte und Ideen und beweisen damit: die Zukunft der Branche ist jetzt!

© Unsplash/Baumeister

Kaum eine Branche ist so dynamisch wie die Gastronomie. Fast täglich wird mit neuen Produktinnovationen auf sich ändernde Kundenbedürfnisse reagiert. Technologien erleichtern Gastgebern regelmäßige Abläufe und damit den Arbeitsalltag. Trends entstehen und verschwinden wieder. Und auf manche von ihnen springen junge Teams auf und füllen die entdeckte Marktlücke mit ihrem Startup. Daraus wachsen immer wieder profitable innovative Geschäftsideen, die durch TV-Sendungen wie “Die Höhle der Löwen" oder “2 Minuten 2 Millionen” immer öfter Aufmerksamkeit erlangen.

2021 setzt die „Alles für den Gast“ einen starken Fokus auf Innovation und damit auf Jungunternehmer aus Gastronomie, Hotellerie und der Lebensmittelindustrie. Andreas Ott, Messeleiter der Gastmesse, möchte auch kleinen Unternehmen, die in der Branche vielleicht noch nicht so etabliert sind, die Möglichkeit geben, sich im Rahmen der größten Fachmesse für professionelle Gastgeber zu präsentieren. „Wir wollen jungen Unternehmen dabei helfen, den Grundstein für ihren Erfolg und für zukünftige Geschäftsentwicklungen zu legen“, so Ott. Mit der Start-up Area soll eine Brücke zwischen der jungen und der etablierten Wirtschaft geschlagen werden.

Große Start-up-Area gibt Ausblick auf die Zukunft der Branche

In Zusammenarbeit mit Gerhart Stadlbauer, Geschäftsführer beim Start-up Managing Partner Gersta und Lorenz Maschke vom Netzwerkinkubator "Startup Salzburg", entsteht auf der „Alles für den Gast“ in Halle 3 eine ca. 350 m2 große Start-up-Fläche. Im "Hobizland" präsentieren rund 30 frische Unternehmen aus dem HoReCa-Bereich (Hotel, Restaurant und Café) ihre Produktneuheiten und Technologien für Gastronomie und Hotellerie im urbanen Setting vor tausenden Fachbesuchern. Auf einer eigenen Bühne können Startup Gründer vor interessierten Besuchern, Ausstellern und möglichen Investoren pitchen. Eine Win-Win-Situation: Das Publikum erhält einen spannenden Ausblick auf die Zukunft der Branche und die Start-ups können wichtige persönliche Connections mit potenziellen Geschäftspartnern oder Investoren knüpfen. Damit Besucher nicht nur ihren Wissenshunger stillen können, werden einige Foodtrucks mit genialen Streetfood-Gerichten bereitstehen.

Von innovativen Lebensmitteln über geniale IT-Lösungen

Die Themen der Jungunternehmer auf der „Alles für den Gast“ sind breit gefächert. Einerseits präsentieren sich auf der Gastmesse klassische Getränke- und Food Startups, die neue, nachhaltige Lebensmittel und Drinks auf den Markt gebracht haben. Zum Beispiel hochBROTzentig”, die exklusive Spirituosen aus übrig gebliebenem Brot destillieren. Oder Rebel Meat, die ihre Fleischprodukte zur Hälfte auf pflanzlicher Basis produzieren, um den Fleischkonsum ohne Verzicht zu mindern. Aber auch Dienstleister, wie der junge VerlagDie Macher, der als News-Aggregator alle Informationen auf den Smartphones seiner Kunden nach Interessen bündelt. Oder das Unternehmen "Velovio", welches praktische und ganz individuelle Fahrradabstellplätze plant und baut. Auch das ein oder andere Tech Start-up darf nicht fehlen:Touchbud” bietet individuelle Touchscreen-Lösungen für alle digitalorientierte Gastgeber an. Und "Avisioentwickelt smarte Lösungen für Einkauf und Lager von Hotels und Resorts.

© Rebel Meat

© hochBROTzentig

© Die Macher

© Velovio

© WKS
 „Die etablierte Wirtschaft und Start-up Unternehmen können sich gegenseitig befruchten, denn beide bieten der anderen Seite Vorteile“, so Lorenz Maschke.

Start-ups und etablierte Wirtschaft: eine Symbiose

Lorenz Maschke ist Start-up Beauftragter der Wirtschaftskammer Salzburg und leitet das go-to-market Programm "Startup Salzburg Factory". Wichtigster Faktor des Inkubationsprogramms, das Menschen mit Ideen unter die Arme greift und diese bei der Start-up Gründung unterstützt, sei die Vernetzung. „Die etablierte Wirtschaft und Start-up Unternehmen können sich gegenseitig befruchten, denn beide bieten der anderen Seite Vorteile“, so Maschke. „Die Start-up Szene arbeitet voller Leidenschaft und unter eigenem Risiko. Eine Zusammenarbeit bietet Gründern die Möglichkeit, vom Know-how erfahrener Kollegen zu lernen. Und bestehende Unternehmen können Innovationsprozesse auslagern, frische Ideen einholen und oftmals ohne großes Wagnis in beispielsweise digitale Geschäftsmodelle reinschnuppern.“ Bei diesem Austausch seien schon häufig profitable Partnerschaften entstanden.

Start-up Kultur lebt von Fehlerkultur

Gerhart Stadlbauer spricht von Start-ups als Innovationslabore: „Zur Startup Kultur gehört Scheitern dazu. Fehler werden gemacht und aus ihnen gelernt. Während bei großen Unternehmen ungern Risiken eingegangen werden, tun junge Gründer genau das. Das macht sie in ihrer Arbeit flexibel“. Laut Stadlbauer seien Start-ups gute Partner, um neue Produkte in den Markt einzuführen und zu testen. Wachsen können Produkte mit Potenzial schlussendlich am besten in Zusammenarbeit mit etablierten Firmen. „Kooperationen zwischen Start-ups und bestehenden Unternehmen sind sehr wichtig! Insbesondere Fachmessen können die Zusammenarbeit fördern.“

„Alles für den Gast“ als wichtiger Netzwerk-Hotspot  

Gerade in den Anfängen benötigen junge Unternehmer ein gutes Netzwerk. „Die ‚Alles für den Gast‘ ist ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für uns“, zeigt sich Maschke über die diesjährige Zusammenarbeit erfreut. „Der persönliche Kontakt mit Ausstellern und Besuchern aus der Branche ist wichtig für uns und unsere Start-ups“. Was er und Gerhart Stadlbauer sich für die Jungunternehmer auf der Gastmesse wünschen? „Viel Sichtbarkeit für die großartigen Ideen der Start-ups, viele Abnehmer für das ein oder andere Produkt und professionelles Feedback aus der Branche zu Produkten oder Geschäftsmodellen, die sich noch in der Entwicklung befinden.“

© Gersta
" Zur Startup Kultur gehört Scheitern dazu", sagt Gerhart Stadlbauer, Gründer und Managing Partner.

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