• 6. - 10. November 2021
  • Messezentrum Salzburg

04.08.2021
Ein Interview von Jana Neugebauer

Tourismusministerin Köstinger ist Schirmherrin der Gastmesse 2021

Nach einem Jahr Pause kommt die “Alles für den Gast” 2021 stärker zurück denn je! Tourismusministerin Elisabeth Köstinger verrät uns, warum sie als Schirmherrin hinter der Gastmesse steht und auf was wir uns dieses Jahr in der Branche freuen können.

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger übernimmt die Patronanz über die "Alles für den Gast" 2021. Wir haben sie gefragt, warum.
© Alles für den Gast/FRB Media

RX Austria & Germany: Frau Köstinger, Sie übernehmen heuer die Patronanz für die „Alles für den Gast“. Warum?

Elisabeth Köstinger: Weit über unsere Grenzen hinweg gilt die "Alles für den Gast" als Leitmesse für die gesamte Gastronomie und Hotellerie. Das Fernbleiben der Messegäste aufgrund der Pandemie hatte auch Auswirkungen auf den Tourismus, insbesondere in den Städten. Es ist mir daher eine wichtige Ehre die Patronanz für diese Veranstaltung zu übernehmen.

Warum braucht es solche Branchenfachmessen in Österreich?

Köstinger: Messen sind ein wesentlicher Faktor für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort. Sie sind für die heimische Wertschöpfung essenziell. Sie bringen Nächtigungen und sorgen für Arbeitsplätze – nicht nur in der Tourismusbranche, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Da geht es nicht nur um die Veranstalter, sondern um alle Dienstleister, Zulieferer und Partner. Vom Messetechniker bis hin zum Bäcker, der Hotels beliefert. Das ist ein riesiger Kreislauf, der hier ineinandergreift.

Glauben Sie fest an eine physische Messe im November oder gibt es doch noch kleine Corona-Zweifel?

Köstinger: Nach einer sehr harten Zeit und monatelanger Durststrecke haben wir den Tourismus mit 19. Mai wieder schrittweise geöffnet. Danach haben sich Millionen Menschen sehr lange gesehnt. Die Pandemie ist aber noch nicht vorbei. Es erfordert weiterhin höchste Sorgfalt. Vieles hängt von der Durchimpfungsrate ab.

Die Zahlen zeigen derzeit einen leichten Anstieg der Infektionen …

Köstinger: … damit haben wir gerechnet. Ich bin aber zuversichtlich, dass der Impffortschritt eine große Veranstaltung wie die „Alles für den Gast“ im November möglich machen wird.

Vor kurzem sagten Sie: „Die Einhaltung der 3-G-Regeln führt uns geradewegs zum ‘vierten G’, nämlich dem Genuss.“ Bei der Gast-Messe kommt ein fünftes G ins Spiel. Verraten Sie uns was das ist?

Köstinger: Es ist sehr wichtig, dass wir die 3-G-Regel auch in den nächsten Wochen einhalten. Nur so ist das vierte G – der Genuss – auch weiterhin gesichert. Wenn wir die Gastfreundschaft, für die Österreich über die Grenzen hinaus bekannt ist, als fünftes G zählen, dann wird auch der „Alles für den Gast“ nichts im Wege stehen.

Der Grüne Pass ist ein europäisches Modellprojekt, so rasch wurde kaum etwas in der Geschichte der EU umgesetzt. Auch dank Ihrer Hilfe.

Köstinger: Österreich hat bereits Anfang des Jahres ein EU-weit einheitlichen Systems vorgeschlagen. Ich bin froh, dass das nun umgesetzt wurde. Unser Ansatz war immer: Wer geimpft, getestet oder genesen ist, soll wieder reisen dürfen. Wir waren von Anfang an davon überzeugt, dass das der richtige Schritt ist, um größtmögliche Freiheit wiederzuerlangen.

Die Branche ist immer noch angeschlagen. Wie will die Regierung weiterhin unterstützen?

Köstinger: Wir haben die Hilfsmaßnahmen den aktuellen wirtschaftlichen Anforderungen und Gegebenheiten angepasst. Unter anderem wurde der Ausfallsbonus und der Härtefallfond bis September und den Verlustersatz bis Dezember verlängert. Außerdem wurde das erfolgreiche Modell des Schutzschirms für Veranstalter ausgeweitet. Dieser kann für Veranstaltungen bis Jahresende 2022 beantragt werden. Mit der Verlängerung der Hilfsmaßnahmen sollen Arbeitsplätze und Unternehmen auch auf den letzten Metern der Krise bestmöglich unterstützt werden.

Wann wird sich die Gastronomie, Hotellerie und Messeunternehmen Ihrer Meinung wieder vollends erholt haben?

Köstinger: Heuer wird der heimische Tourismus sicher noch weit unter dem Niveau vor der Krise liegen. Aber im Vergleich zum Sommer 2020 gibt es österreichweit um 22,5 Prozent mehr Übernachtungen. Es wird aber noch dauern, bis auch die internationalen Gäste wieder vermehrt Urlaub in Österreich machen, auch die regionalen Unterschiede bleiben noch spürbar.

Eine letzte Frage: Auf was freuen Sie sich bei der „Alles für den Gast“ im November am meisten?

Köstinger: Am meisten freue ich mich, wieder persönlichen Kontakt mit der Branche, mit den Menschen zu haben. Die für Österreich typische Gastfreundschaft erleben zu dürfen. Videokonferenzen sind für viele Anforderungen gut, aber den direkten Kontakt mit Menschen, das Gespräch und die Freude an Begegnungen werden sie nie ersetzen können.

Vielen Dank für das Gespräch! Das Gespräch führte Jana Neugebauer. 

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