LR ANSCHOBER: Nach Importzulassung für 6 weitere gv-Maislinien
ernsthaft europaweites Gentechnik-Volksbegehren prüfen
Nach erfreulichem JA zum Selbstbestimmungsrecht bei Anwendung von
gv-Saatgut zum Anbau scheint EU-Kommission bei Zulassung von
gv-Sorten noch schneller in falsche Richtung zu gehen
Linz (GRO - 29.07.2010 12:24 Uhr) Die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA
agiert nach wie vor vor allem auf Basis von Gutachten der
Betreiberfirmen und kommt ihrer Aufgabe als kritische Kontrollbehörde
überhaupt nicht nach: "Viele haben den Eindruck, dass sich bei der
EFSA trotz gegenteiliger Ankündigungen nichts geändert hat und die
Genehmigungsanträge eher durchgewunken als hart, restriktiv und
unabhängig geprüft werden. Und mit der aktuellen Vorgangsweise
verkommt die Kommission eher zur Zulassungsmaschinerie, bei der
wirtschaftliche Interessen vor den Schutzinteressen von
KonsumentInnen und kleinstrukturierter Landwirtschaft zu stehen
scheinen.".
Anschober sieht daher die Zeit gekommen, in den Regionen der von
Oberösterreich gegründeten Allianz, bei den NGOs und den vielen
Gentechnikfreien Gemeinden und Regionen ernsthaft die Möglichkeit
eines europaweiten Anti-Gentechnik-Volksbegehrens zu diskutieren.
Anschober: "Ab Jahresbeginn 2011 sollte dieses neue Instrument
europäischer Demokratie grundsätzlich zur Verfügung stehen. Bis
November muss daher die Entscheidung über den Start eines
europaweiten Volksbegehrens gegen GVO getroffen werden. Setzen EFSA
und Kommission ihren aktuellen Kurs der ungehemmten Zulassung weiter
fort, dann wird ein europaweites Volksbegehren immer
wahrscheinlicher."
Rückfragehinweis:
Büro Landesrat Rudi Anschober, Mag.a Sandra Haidinger
sandra.haidinger@ooe.gv.at, Tel. 0664 / 829 86 51
Promenade 37, 4020 Linz, www.anschober.at
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OTS0127 2010-07-29/12:24
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